Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Phosphorkonzentrationen (grüne Kurve)
im Sempachersee während der Frühjahrszirkulation von 1954 bis 2004. Die rote
Linie markiert die gesetzliche Anforderung für gesunde Seen. In der Abbildung
sind auch die getroffenen Gewässerschutzmassnahmen aufgelistet. Die
Phosphorkonzentration bewegte sich von 1954 bis 1965 im Bereich der
gesetzlichen Anforderung. In den 70er-Jahren erfolgte ein massiver Anstieg der
Phosphorkonzentration, ausgelöst durch die Einleitung von Siedlungsabwässern
und die Intensivierung der Landwirtschaft. Die sichtbaren Folgen der Einleitung
ungereinigter häuslicher Abwässer in die Gewässer bewirkten die rasche
Realisierung der erforderlichen Gewässerschutzmassnahmen (Bau von
Kanalisationen und regionalen Abwasserreinigungsanlagen). Auch in der
Landwirtschaft wurden Gewässerschutzmassnahmen getroffen. Trotzdem erhöhte sich
die Phosphorkonzentration im See weiter und erreichte 1984 mit 160 mg P/m3 den
Höchstwert. Dank der Kombination von see-externen und see-internen Massnahmen
reduziert sich die Phosphorkonzentration im Sempachersee seit 1984
kontinuierlich auf heute 29 mg P/m3. Es besteht jedoch die grosse Gefahr,
dass aus den massiv überdüngten landwirtschaftlich genutzten Böden künftig
wieder vermehrt Phosphor in den Sempachersee abgeschwemmt wird, wenn es nicht
gelingt, die noch immer anhaltende Überdüngung zu stoppen und rückgängig zu
machen!
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