Eutrophierungsgeschichte des Sempachersees.

Ermittlung der Gesamt-P-Konzentrationen (TP) von 1585 bis 2002
mit Hilfe der Kieselalgenzusammensetzung durch Hürlimann (2004)
Anhand der im Sediment eingelagerten Kieselalgen wurde die Entwicklung des Gesamt-phosphors im Sempachersee von 1600 bis 2002 berechnet (Hürlimann 2004, rote Kurve). Der Sempachersee wies demnach von 1600 bis 1900 eine mittlere Algenproduktion (meso-troph) auf. Der Gesamtphosphorgehalt während der Vollzirkulation im Frühling dürfte gemäss Rekonstruktion um 20 mg P/m3 gewesen sein. Gemäss ältester Phosphormessung wies der Sempachersee im Jahre 1951 nur 8 mg/m3 auf. Diese tiefen Phosphorwerte sind zusammen mit den damaligen noch aeroben Sedimentschichten Hinweise, dass die Phosphorkonzentration im Zeitabschnitt von 1600 bis 1900 durchaus auch unter 20 mg/m3 lag und damit die Algenproduktion mittel bis gering war.

Angaben zur Seebelüftung:

Saison

Anzahl Belüftungstage

Eintrag von
Druckluft [t]

Entspricht Sauerstoff-
eintrag [t] von…

Sommer 2001

210

1’114’900

295

Sommer 2002

207

1'062’200

282

Sommer 2003

170

609’600

162

Sommer 2004

211

540’200

143

Sommer 2005

209

394’700

105

Sommer 2006

124 a)

204’600 a)

55 a)

Sommer 2007

234

517’700

137

Sommer 2008

216

354’800

94

a ) als Folge eines technischen Defekts des Belüftungskompressors