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Schematische Darstellung




Warum wird belüftet?
Durch übermässige Düngung mit Phosphor wird das Wachstum von Algen im Sempachersee im Sommerhalbjahr derart angekurbelt, dass eine Massenentwicklung auftritt. Die absterbenden Algen sinken ab und zersetzen sich unter Sauerstoffaufnahme in den tieferen Wasserschichten. Dadurch nimmt die Sauerstoffkonzentration im Tiefenwasser ab. Eine natürliche Nachlieferung von Sauerstoff ist im Sommerhalbjahr über die Seeoberfläche wegen der Temperaturschichtung (warmes Wasser oben, kühles Wasser unten) nicht möglich. Nur durch künstlichen Sauerstoffeintrag ins Tiefenwasser kann das Sauerstoffdefizit ausgeglichen werden. Gute Sauerstoffverhältnisse über dem Seegrund verhindern auch die ständige Rücklösung von Phosphor aus den Sedimenten.
Geschichte der Seebelüftung
Mit der Seebelüftung werden seit 1984 die Sauerstoffverhältnisse im See wesentlich verbessert. Im Winter wird mit Druckluft die natürliche Zirkulation des Sees unterstützt und im Sommer wurde bis 1996 direkt Reinsauerstoff ins Tiefenwasser eingebracht. Die eingetragenen Sauerstoffmengen waren beträchtlich und erreichten mit 580 Tonnen im Jahr 1986 den Höchstwert. Mit fortschreitender Gesundung des Sees konnten die Sauerstoff-Einträge reduziert werden und ab 1997 wurde gänzlich auf den Eintrag von Reinsauerstoff verzichtet. Stattdessen wird im Sommer Luft feinblasig eingetragen.

 
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